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GPSR ab 13.12.2024 — diese Pflichten gelten für dich als Amazon-Seller

Was ist die GPSR und wen betrifft sie?

Die GPSR (General Product Safety Regulation, EU-Verordnung 2023/988) ist seit dem 13. Dezember 2024 vollständig in Kraft. Sie ersetzt die bisherige Produktsicherheitsrichtlinie 2001/95/EG und gilt für alle Wirtschaftsakteure, die Verbraucherprodukte im EU-Binnenmarkt in Verkehr bringen — also auch für Amazon-FBA-Händler, Online-Importeure und Shopify-Brands.

Die wichtigsten Neuerungen gegenüber dem alten ProdSG

Die GPSR erweitert die Pflichten erheblich gegenüber dem bisherigen Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Die drei größten Neuerungen für Online-Händler:

  • Verantwortliche Person (Art. 16): Jedes Produkt aus Drittländern braucht eine in der EU ansässige verantwortliche Person — als Kontaktstelle für Behörden und Verbraucher.
  • Digitale Produktsicherheitsinformationen: Alle Verbraucherprodukte müssen mit einem QR-Code oder dauerhaften Link auf digitale Sicherheitsinfos verweisen.
  • Aktive Meldepflicht: Wirtschaftsakteure müssen unsichere Produkte aktiv bei der zuständigen Behörde und im Safety Gate melden — und dürfen nicht mehr abwarten.

Wer ist die verantwortliche Person nach Art. 16 GPSR?

Die verantwortliche Person ist der zentrale Ansprechpartner für Produktsicherheitsbehörden. Sie muss in der EU ansässig sein. Für Amazon-Händler aus Drittländern (z. B. China-Importeure ohne EU-Niederlassung) bedeutet das: Sie brauchen einen externen EU-Vertreter — Kosten: 249–500 € pro Jahr bei spezialisierten Dienstleistern. EU-ansässige Händler können selbst diese Rolle übernehmen.

Digitale Produktsicherheitsinformationen: Was Amazon verlangt

Amazon hat die GPSR-Anforderungen in spezifische Pflichtfelder im Seller Central übersetzt. Dazu gehören:

  • Hersteller-Name und -Adresse
  • Verantwortliche Person (Name, Adresse, E-Mail)
  • Warnhinweise und Sicherheitsinformationen
  • Link zum digitalen Sicherheitsdatenblatt
  • Rückverfolgbarkeits-ID (Batch-/Losnummer oder ähnlich)

Fehlen diese Felder, deaktiviert Amazon das Listing — oft ohne Vorwarnung und innerhalb von 24 Stunden nach Prüfung.

Rückverfolgbarkeit und Dokumentationspflicht (10 Jahre)

Alle technischen Dokumentationen, Konformitätserklärungen und Sicherheitstests müssen 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Bei Behördenanfragen muss der Händler diese Dokumente innerhalb kurzer Frist vorlegen können. GPSR-Guard bietet einen strukturierten Dokumenten-Vault für genau diese Anforderung.

Bußgelder und Abmahnrisiko bei Verstößen

Die GPSR sieht erhebliche Sanktionen vor: Marktüberwachungsbehörden können Verkaufsverbote, Rückrufe und Bußgelder verhängen. Zudem drohen Abmahnungen von Wettbewerbern und Verbraucherschutzverbänden bei fehlenden Pflichtangaben auf der Produktseite.

Schritt-für-Schritt: So wirst du GPSR-konform auf Amazon

  1. Inventar auf fehlende GPSR-Felder prüfen (manuell oder per GPSR-Guard)
  2. Verantwortliche Person benennen und in Seller Central eintragen
  3. Digitale Sicherheitsdatenblätter erstellen und hosten
  4. Links zu Sicherheitsdatenblättern in alle betroffenen Listings eintragen
  5. Hersteller- und Importeurdaten vollständig befüllen
  6. Technische Dokumentation für 10 Jahre sicher aufbewahren

Wie GPSR-Guard den Compliance-Aufwand automatisiert

GPSR-Guard scannt dein gesamtes Amazon-Inventar auf Compliance-Lücken und befüllt alle Pflichtfelder automatisch. Digitale Sicherheitsdatenblätter werden auf Knopfdruck generiert und dauerhaft gehostet. Der direkte Upload via Amazon SP-API macht FlatFile-Fummelei überflüssig.

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